Regimentskommandeure

Quellen: Regimentsgeschichten  und Ranglisten. Versetzungsdaten der Offiziere wurden nicht aufgenommen, lediglich wenn der betreffende Offizier während seiner Dienstzeit verstarb, ist der Todestag und -ort mit angegeben. Ausnahme: Schlachtdaten, dieses Datum wollen Sie bitte der Regimentsgeschichte entnehmen. Weitere Daten zu den Personen, wie Geburtsdatum, Versetzungsdaten, etc. - soweit in den offiziellen Regimentsgeschichten bis ca. 1880 vorhanden - auf Anfrage. Generell gilt: Ausschließlich bis ca. 1880 sind diese Daten vorhanden, die Regimentsgeschichten danach enthalten KEINE solchen Daten. Bitte sehen Sie daher von Anfragen für Daten nach dem angegebenen Zeitraum ab.

1. Kommandeure der Vorgängerregimenter Nr. 6 und Nr. 15 von 1675 bis 1806

1.1 Kommandeure des Regiments Kurprinz, bzw. Kronprinz, bzw. des Königs, Nr. 6 von 1675 bis 1740

Ernennung zum Kommandeur Name
10.06.1675 von Krummensee (gefallen bei Palmerort)
16.09.1678 Hans Georg von Belling
1688 Adam von Krusemark (gefallen vor Bonn)
26.09.1689 von Bismarck
1692 Wilhelm de la Cave
1695  

Albrecht Conrad Graf Finck von Finckenstein

1711 von Heyden, genannt Rynsch
1720 von Kröcher
1730[1] I. Bataillon von Kleist, II./III. Bataillon von Massow
1735

I. Bataillon Gottfried Emmanuel von Einsiedel

1738 II./III. Bataillon Adam von Weyher

1.2 Kommandeure des Bataillon Grenadiergarde Nr. 6 von 1740 bis 1806

Ernennung zum Kommandeur Name
23.06.1740

Friedrich Christoph von Saldern

1743 Wolf Friedrich von Retzow
1745 von Briesewitz
1753 Paul Sigismund von Chmilinski (gefallen bei Hochkirch)
14.10.1758 Anton Abraham von Steinkeller
1764 Johann Christian Wilhelm von Steinwehr
1777 Paul von Hanenfeld
19.02.1789

Prinz Ludwig von Baden

23.02.1793 von Schlieben
1798 von Bistram
1803 bis 16.10.1806 von Lith

1.3 Kommandeure des Regiments Lottum, bzw. Coenen, bzw. Goltz, bzw. Kronprinz Nr. 15 von 1695 bis 1740

Ernennung zum Kommandeur Name
1695 von Hagen
1713 von Schoenebeck
1716 Freiherr Friedrich Wilhelm von Coenen zu Siegenwerpp
1719 von Borck
1736 von Soeldener

1.4 Kommandeure des I. Bataillons Leibgarde Nr. 15

Ernennung zum Kommandeur Name
23.06.1740[2] Markgraf Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwedt (gefallen vor Prag)
12.09.1744 von Meyerinck
12.10.1744

Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel

10.06.1755 Johann Ludwig Freiherr von Ingersleben
27.11.1757

Bogislav Friedrich von Tauentzien

25.06.1763

Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen

24.04.1764 von Billerbeck
22.11.1765 von Laxdehnen
23.01.1773 von Scheelen
10.08.1786 von Konitzky
12.01.1793 Karl Heinrich Ludwig Freiherr von Ingersleben
01.01.1798 bis 28.10.1806 von Hirschfeld

1.3 Kommandeure des Regiments Garde Nr. 15 (II./III. Bataillon Garde) von 1740 bis 1806

Ernennung zum Kommandeur Name
23.06.1740 von Bredow
23.10.1743 von Schwerin (gefallen bei Hohenfriedberg)
11.06.1745 von Schultze
20.05.1747 von Meyerinck
22.05.1749 von Beschwitz
03.03.1754 von Meseberg
27.06.1756 Freiherr von Geist, genannt von Hagen
03.01.1758 von Saldern
16.03.1760  

Wichard Joachim Heinrich von Möllendorff

07.05.1771 Julius Treusch von Buttlar-Brandenfels
20.10.1776

Friedrich Wilhelm von Rohdich

17.06.1779 Wilhelm Magnus von Brünneck
05.04.1785 Friedrich Dietrich von Roeder
29.01.1796 von Schwerin
03.01.1798 Friedrich Wilhelm Philipp von Rüchel
05.01.1805 von Frankenberg
18.10.1806 - 28.10.1806 von Stutterheim

2. Kommandeure des Bataillons Garde zu Fuß, bzw. Regiments Garde zu Fuß, bzw. Ersten Garderegiments zu Fuß

Ernennung zum Kommandeur Name
28.10.1806 Julius Ludwig von Pogwisch
16.04.1807 Gustav Adolph von Kessel
09.02.1813  

Ernst Ludwig von Tippelskirch

09.04.1813 (ad interim)

20.06.1813 (wirklich)

Friedrich Johann Carl Gebhard von Alvensleben
07.04.1814 Carl Heinrich von Block
26.07.1815  

Friedrich Wilhelm Kronprinz von Preußen (nur Regimentsführer)[3]

13.02.1816 (ad interim)

23.04.1816 (wirklich)

Eugen Max von Röder
01.06.1828 Carl Ludwig Wilhelm Ernst von Prittwitz
20.09.1835 Franz Carl von Werder

25.03.1841 (ad interim)

29.08.1841 (wirklich)

George Leopold Carl von Gayl II
27.03.1847  

Carl Eberhard Herwarth von Bittenfeld

04.05.1850 Eduard von Brauchitsch
04.11.1851 Karl Albert Graf von Blumenthal
05.07.1856  

Friedrich Wilhelm Kronprinz von Preußen (nur Regimentsführer)

05.08.1856  

Friedrich Wilhelm Johann Ludwig Freiherr Hiller von Gaertringen

22.03.1859  

Karl Graf von der Goltz

07.03.1863 (ad interim)

02.05.1863 (wirklich)

Bernhard von Kessel III
18.05.1867

 

Victor Friedrich Wilhelm Joseph Dietrich von Roeder

(gefallen durch Kopfschuß bei St. Privat)

17.08.1870 August Julius Heinrich von Oppell (nur Regimentsführer)

11.12.1870 (ad interim)

29.03.1871 (wirklich)

 

Oktavio Philipp von Böhn

12.12.1874  

Anton Wilhelm Karl von L´Estocq

28.10.1875 (ad interim)

20.09.1876 (wirklich)

 

Otto von Derenthall

23.11.1882  

Oskar Fromhold Friedrich Olof von Lindequist

27.01.1888  

Hans Georg von Plessen

09.02.1891  

Oldwig Wilhelm Ferdinand von Natzmer

09.02.1893  

Gustav Emil Bernhard Bodo von Kessel

21.03.1896  

Georg von Kalckstein

15.06.1898  

Karl Freiherr von Plettenberg

22.03.1902  

Gustav Freiherr von Berg

16.10.1906  

Karl Freiherr von Willisen

22.03.1910  

Friedrich von Kleist

20.03.1911  

Friedrich von Friedeburg

01.08.1914  

Eitel Friedrich Prinz von Preußen

14.11.1914  

Friedrich von Bismarck (gefallen bei Bouvincourt, nur Regimentsführer)

06.11.1916  

Siegfried Graf zu Eulenburg-Wicken (nur Regimentsführer)

28.04.1917 (ad interim)  

Friedrich Franz Adolf von Stephani (nur Regimentsführer)

07.07.1917 bis 11.12.1918  

Siegfried Graf zu Eulenburg-Wicken (nur Regimentsführer)

27.08.1918 (ad interim)

Friedrich Franz Adolf von Stephani (nur Regimentsführer)

01.09.1918 bis 11.12.1918  

Siegfried Graf zu Eulenburg-Wicken (nur Regimentsführer)

26.09.1918 (ad interim)

Friedrich Franz Adolf von Stephani (nur Regimentsführer)

30.09.1918 bis 11.12.1918  

Siegfried Graf zu Eulenburg-Wicken (nur Regimentsführer)


[1]  Im Jahr 1730 erfolgte die Umgliederung des Regimentes Nr. 6 mit nunmehr 3 Bataillonen, wobei das I. Bataillon die Tradition der "Langen Kerls" fortführte unter der Bezeichnung I. "Rotes Leib-Bataillon Grenadiere" Nr. 6 und das II. und III. Bataillon als Grenadier-Bataillone "Königs-Regiment" Nr. 6. Einen gemeinsamen Regiments-Kommandeur der drei Bataillon gab es ab hier nicht mehr, daher sind nun zwei Namen aufgeführt. 1740 erfolgte dann die Umgliederung des I. (Rothen) Leib-Bataillon Grenadiere Nr. 6 und  II. und III. Bataillon Königs Regiment Nr. 6 zum "Bataillon Grenadiergarde" Nr. 6. Ab hier ist dann wieder nur ein Kommandeur zu finden, dieser jedoch dann nicht mehr Regiments- sondern nur noch Bataillonskommandeur, da es ja nur noch ein Bataillon gab.

[2]  Ab 1740 wurde das II. und III. Bataillon als Regiment Garde Nr. 15 bezeichnet. Von da an war ein Kommandeur des II. oder III. Bataillons Garde gleichzeitig Kommandeur des Regiments Garde Nr. 15. Daneben bestand ab 1740 das I. Bataillon Leibgarde Nr. 15, welches formal zwar ebenfalls zum Regiment Garde Nr. 15 gezählt wurde, da es ja schließlich in diesem Regiment sonst nur noch das II. und III. Bataillon gab. Dennoch nimmt dieses I. Bataillon Leibgarde Nr. 15 eine Sonderstellung ein und ist daher separat aufgeführt.

[3]  Es kam vor, daß lediglich ein neuer Regimentsführer ernannt wurde, kein neuer Regimentskommandeur. Die Gründe hierfür sind unterschiedlicher Natur, so wünschte z. B. 1914 Eitel Friedrich Prinz  von Preußen seinen Posten als Regimentskommandeur nach dem Kriege wieder einzunehmen. Daher sind seine Nachfolger auch "nur" zum Regimentsführer ernannt worden. Kommandeur blieb offiziell weiterhin Eitel Friedrich.